Gebäudetyp E – Einfach Bauen

Der Gebäudetyp E bietet Kommunen, Wohnungsunternehmen und Projektentwicklern eine effiziente, pragmatische Lösung für den steigenden Bedarf an kostengünstigem Wohnraum. Einfach, schnell und bezahlbar – ohne Qualitätsverlust bei Nutzung und Dauerhaftigkeit.

Ziel des Konzepts

Vereinfachung baulicher, technischer und rechtlicher Standards Kostenreduktion durch weniger komplexe Technik und Gestaltung Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren Förderung von bezahlbarem Wohnraum, insbesondere in angespannten Märkten Nachhaltige Nutzung von Ressourcen durch Reduktion auf das Notwendige

Merkmale des Gebäudetyp E

MerkmalBeschreibung
ArchitekturFunktional, minimalistisch, ohne gestalterische Extras
BautechnikVerzicht auf übertechnisierte Gebäudeautomation – Fokus auf robuste, bewährte Standards
GrundrisseOptimiert, wiederholbar, anpassbar – ohne aufwändige Sonderlösungen
BauweiseSerienfähig, modular, bevorzugt Massiv- oder Holzbau
RegelwerkeNutzung des Spielraums innerhalb geltender Bauordnungen – keine zusätzlichen Vorgaben
EnergieeffizienzAngelehnt an gesetzliches Minimum (z. B. GEG), keine darüber hinausgehenden Standards (z. B. KfW 40) notwendig

Bedeutung für Schleswig-Holstein

Modellprojekte wurden u. a. in Kiel, Neumünster, Pinneberg und Lübeck entwickeltgeprüft. Das Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport (MIKWS) Schleswig-Holstein unterstützt das Konzept aktiv. Die IB.SH begleitet mit Förderprogrammen, z. B. für sozialen Wohnungsbau oder kommunale Gebäude.

Ziel des Konzepts

Vereinfachung baulicher, technischer und rechtlicher Standards Kostenreduktion durch weniger komplexe Technik und Gestaltung Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren Förderung von bezahlbarem Wohnraum, insbesondere in angespannten Märkten Nachhaltige Nutzung von Ressourcen durch Reduktion auf das Notwendige

Merkmale des Gebäudetyp E

Merkmal:
Architektur
Beschreibung:
Funktional, minimalistisch, ohne gestalterische Extras
Merkmal:
Bautechnik
Beschreibung:
Verzicht auf übertechnisierte Gebäudeautomation – Fokus auf robuste, bewährte Standards
Merkmal:
Grundrisse
Beschreibung:
Optimiert, wiederholbar, anpassbar – ohne aufwändige Sonderlösungen
Merkmal:
Bauweise
Beschreibung:
Serienfähig, modular, bevorzugt Massiv- oder Holzbau
Merkmal:
Regelwerke
Beschreibung:
Nutzung des Spielraums innerhalb geltender Bauordnungen – keine zusätzlichen Vorgaben
Merkmal:
Energieeffizienz
Beschreibung:
Angelehnt an gesetzliches Minimum (z. B. GEG), keine darüber hinausgehenden Standards (z. B. KfW 40) notwendig

Bedeutung für Schleswig-Holstein

Modellprojekte wurden u. a. in Kiel, Neumünster, Pinneberg und Lübeck entwickeltgeprüft. Das Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport (MIKWS) Schleswig-Holstein unterstützt das Konzept aktiv. Die IB.SH begleitet mit Förderprogrammen, z. B. für sozialen Wohnungsbau oder kommunale Gebäude.

Fördermöglichkeiten (Auswahl)

  • IB.SH Wohnraumförderung
  • KfW-Förderkredite (Standard-Niveau ausreichend)
  • Landesförderung für bezahlbaren Wohnraum SH
  • Förderung kommunaler Infrastrukturprojekte

Weiterführende Ressourcen

 
 
  • Modellprojekte von Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften
 
Pinneberg – kommunaler Wohnungsbau, seriale Modulbauweise
Im ERP‑Programm der Nachkriegszeit wurden in Pinneberg standardisierte Wohnsiedlungen errichtet („ERP‑Siedlung Pinneberg“), die serielle Bauweise nutzen. Allerdings: Keine aktuelle, öffentlich zugängliche Website präsentiert Pinnebergs Gebäudetyp‑E Projekte.
 
 
 Kiel / Neumünster / Flensburg – geförderter Wohnungsneubau mit reduzierten Standards
Die Städte verfügen über eine Vielzahl von ERP‑Sozialwohnungsbauprojekten (1950er Jahre), z. B. in der Böcklersiedlung in Neumünster oder Esmarchstraße Kiel („Typ F“) sowie Flensburg-Jürgensby. Diese frühen Typensiedlungsprojekte zeigen heute Ähnlichkeiten zum Konzept des Gebäudetyp E.
 
 Eine offizielle Website, die neuere, explizit als Regelstandard „Erleichtertes Bauen“ bezeichnete Gebäudetyptype präsentiert, ist öffentlich nicht vorhanden.
 
 
 Lübeck – Unterkünfte mit Fokus auf Wiederverwendbarkeit
Aktuell existiert kein konkretes öffentlich dokumentiertes Projekt unter der Bezeichnung Gebäudetyp E. Bekannt sind ältere ERP‑Massenwohnungsprogramme (Gorch‑Fock‑Straße etc.), die Parallelen aufweisen.
 
Ein Beispiel für Wohnungsbau mit kommunalem oder sozialem Fokus ist der Aegidienhof Lübeck, allerdings handelt es sich dabei um ein gruppenbasiertes Umnutzungsprojekt und nicht um ein Neubau‑Projekt gemäß dem Gebäudetyp E – daher fällt es nicht als solches darunter. 
 
 
 
 

Regelstandard
Erleichtertes Bauen
Der Förderstandard der Sozialen
Wohnraumförderung in Schleswig-Holstein

Fazit

Der Gebäudetyp E bietet Kommunen, Wohnungsunternehmen und Projektentwicklern eine effiziente, pragmatische Lösung für den steigenden Bedarf an kostengünstigem Wohnraum. Einfach, schnell und bezahlbar – ohne Qualitätsverlust bei Nutzung und Dauerhaftigkeit.

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